Beim Sturmflutschutz für Wilhelmsburg nicht nachlassen, die Deichwacht braucht eine Unterkunft

Am 16. Februar 1962 wurde die Deutsche Nordseeküste und Hamburg durch eine sehr schwere Sturmflut heimgesucht. Als unmittelbare Folge waren 318 Tote, tausende Obdachlose und etwa 6.000 zerstörte Gebäude zu beklagen. Insbesondere in Wilhelmsburg sind die Geschehnisse dieser Tage in besonderer Erinnerung geblieben.
Unter dem Eindruck der Ereignisse rief der damalige Innensenator Helmut Schmidt die Deichwacht ins Leben. Sie besteht aus ehrenamtlichen Helfern die für den Katastrophenfall ausgebildet sind, und für ihn üben. Sie bilden einen wertvollen Rückhalt für die Katastrophenschutzkräfte.

Klaus Lübke

Klaus Lübke

Ehrenamtliche Helfer der Stadt brauchen nicht viel, aber einige Dinge sind unverzichtbar. Neben einer ordentlichen Ausrüstung gehören eine Lagermöglichkeit und eine Unterkunft dazu. Außerdem gebührt den Frauen und Männern der Deichwacht die Dankbarkeit und die Wertschätzung der Stadt.

Durch die Umgestaltung der Wilhelmsburger Mitte verliert die Deichwacht Wilhelmsburg ihre Unterkunft an der Rotenhäuser Straße. Vorgeschlagen ist die Unterkunft nach Finkenried zu verlegen. Die Pläne hierfür liegen vor, das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat seine Hausaufgaben gemacht. Jetzt muss die notwendige Erschließung des Grundstückes durch den Senat sichergestellt werden.

Die Bezirksversammlung möge daher beschließen:

1. Die Bezirksversammlung unterstreicht die Bedeutung der Deichwacht für den Schutz der Bevölkerung vor Sturmfluten.

2. Die Bezirksversammlung fordert die zuständigen Behörden auf, die Investitionen für die Erschließung des Grundstückes für die neue Unterkunft der Deichwacht Wilhelmsburg am Finkenrieck sicherzustellen.

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