Das Projekt „Lohn und Wohnen“ fortsetzen

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat im Juni 2005 den Antrag „Obdachlosigkeit bekämpfen – Obdachlose stabilisieren und sozial nachhaltig integrieren – Integriertes Konzept zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Trägern im Bezirk Mitte erarbeiten“ beschlossen. Als Ergebnis daraus entstand das Projekt „Lohn und Wohnen“ für Obdach- und Wohnungslose im Bezirk Mitte.

Thomas Stölting

Thomas Stölting

Kern ist die gezielte Betreuung und das persönliche Coaching der Betroffenen, damit sie wieder Fuß fassen. Die Erfolge dieses Projekts sind herausragend und im SIG mehrfach dargestellt worden.

Für das Projekt hat das Bezirksamt Mittel des ESF eingeworben. Diese Mittel waren zunächst auf zwei Jahre befristet ohne die Möglichkeit der Verlängerung. Dennoch ist für ein weiteres Jahr eine Finanzie-rung sichergestellt worden. Wiederum zum 31. Januar 2011 läuft die Finanzierung aus. Aus Sicht der Bezirkspolitik stellt dieses Projekt eine unverzichtbare Maßnahme zur Bekämpfung und Verhinderung von Obdachlosigkeit dar und sollte unbedingt fortgesetzt werden.

Im Mittelpunkt steht eindeutig, dass den betroffenen Menschen tatsächlich wirksam geholfen werden kann. Die Kosten, die damit verbunden sind, werden allein dadurch wieder eingespart, dass durch eine gelungene Integration an anderer Stelle keine oder weniger Kosten anfallen. Es wäre daher nicht nur für die Betroffenen von großem Schaden, wenn das Projekt an mangelnder künftiger Finanzierung scheitern würde, sondern wäre mit Nachfolgekosten für den Haushalt der FHH an anderer Stelle ver-bunden, allerdings dann ohne dass den Betroffenen auf solch wirksame Weise geholfen würde.

Dies vorausgeschickt, möge die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschließen:

Die Bezirksversammlung spricht sich eindeutig für eine Fortsetzung des Projekts aus. Dazu muss eine solide Finanzierung sichergestellt werden. Deshalb wird das Bezirksamt gebeten, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie eine umfassende Weiterfinanzierung nach dem 31.01.2011 sichergestellt werden kann. Über das Ergebnis dieser Bemühungen ist spätestens in der September-Sitzung des SIG zu berichten.

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