Den Umbau des Opernlofts unterstützen – Stellen für ALH sichern

Das Opernloft leistet eine Bildungsarbeit, die von der Hamburgischen Staatsoper in diesem Umfang und in dieser Regelmäßigkeit nicht geleistet wird und schließt eine offensichtliche Lücke in der werdenden Musikmetropole Hamburg. Allein in dieser Saison standen 8 verschiedene Produktionen für Kinder auf dem Programm – darunter 1 Premiere und 2 Uraufführungen. Die Kulturbehörde gibt eine kleine institutionelle Förderung. Bereits zweimal wurden Künstler des Opernlofts mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet. Und schließlich: Das Staatstheater Kassel inszeniert die vom Opernloft erfundene und geschriebene Electr’Opera „Lost Violet“ und möchte auch in Zukunft mit „den Hamburgern“ zusammenarbeiten.

Das Opernloft muss seinen bisherigen Standort in der Conventstraße zum Sommer 2010 aufgeben. Es wurden geeignete Räumlichkeiten im Bezirk Mitte gefunden. Für den Umbau wurde „Arbeit und Lernen Hamburg“ (ALH) gewonnen. ALH – vor allem dort die Architektin Katrin Brandt – hat bereits viel Vorarbeit geleistet und mit dem Bauprüfamt alle Notwendigkeiten besprochen, so dass ein Bauantrag zügig auf den Weg gebracht werden könnte. Die Umbaukosten von ca. 230.000 € (Kostenschätzung von ALH) sind zwar noch nicht real beisammen, aber doch „in greifbarer Nähe“. Hinzu kommt, dass Grossmann & Berger sich das Umzugs-/Umbauprojekt des Opernlofts auf die Fahne geschrieben hat und es großzügig und engagiert unterstützt.

Leider wurden ALH kurzfristig Stellen gestrichen. Daher ist im Moment nicht klar, ob ALH den Umbau durchführen kann. Mit einer Firma des 1. Arbeitsmarktes würden sich die Kosten verdoppeln. Damit wäre das Opernloft existenziell gefährdet.

Hansjörg Schmidt

Hansjörg Schmidt

Wenn im Januar nicht mit dem Umbau begonnen werden kann, kann das Opernloft im September dort nicht eröffnen. Da im Sommer aber in der Conventstraße Schluss ist, gibt es keinen weiteren Spielraum und in diesem Fall müsste das Opernloft schließen. Damit fielen zwölf Arbeits- und Ausbildungsplätze weg, mehr als 40 junge Sänger und Musiker verlören eine regelmäßige Auftrittsmöglichkeit.  Das Opernloft erreicht pro Jahr ca. 10 000 Kinder. Mit einer Electr’Opera werden in einem Vorstellungsblock etwa 900 Jugendliche, die größtenteils zuvor nie im Theater waren. Mit jeder Kurzoper werden Erwachsene erreicht, die sonst nicht in die Oper gehen würden, die Oper dort kennen lernen und mit ihren Kindern und Enkelkindern wieder kommen.

Das alles ist nun in Gefahr, weil „Arbeit und Lernen“ nicht genug Stellen für den Umbau hat.

Dies vorausgeschickt, möge die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschließen:

Die Kultur-, Wirtschafts- und Stadtentwicklungsbehörden werden dringend aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Arbeit und Lernen Hamburg (ALH) die benötigten 60 Stellen für den Umbau des Opernlofts zur Verfügung gestellt werden.

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