Erhalt der kulturhistorischen Gaststätte „Entenwerder Fährhaus“ in Rothenburgsort
Das seit 1872 bestehende Entenwerder Fährhaus ist für so manchen Hamburger aber auch für viele auswärtige Besucher ein beliebter Treffpunkt und zugleich ein Geheimtipp als beliebtes Ausflugslokal. Für viele Fahrradfahrer, die ihre Freizeit damit verbringen den Elbewanderweg zu erkunden, ist das Entenwerder Fährhaus ein Muss, um dort einen Halt einzulegen. Nicht nur, um die herrliche Lage in den Sommermonaten und deren Aussicht auf die vorbeifahrenden Schiffe zu genießen, sondern um hier Kraft zu sammeln und sich zu stärken und zu erfrischen.

Axel Wieder
Viele Fernsehserien vom Krimi bis hin zu Familienserien sind an dieser kulturhistorischen Stelle innerhalb des Entenwerder Fährhauses und außerhalb im Entenwerder Elbpark entstanden.
In diesem Gebäude hat sich während des zweiten Weltkrieges die damalige Ortsgruppe des Reichsbanners heimlich getroffen, um die strategische Vorgehensweise für den Straßenkampf in Rothenburgsort gegen die Nazigewaltherrschaft vorzubereiten. Viele der Kämpfer des damaligen Reichsbanners kamen ins Zuchthaus bzw. haben ihr Leben im Straßenkampf verloren.
Wie jetzt aus der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zu hören ist, wird im Rahmen der Attraktivitätssteigerung des Entenwerder Elbpark diskutiert, dass Entenwerder Fährhaus dem Boden gleich machen und Parkraum für die Parkbesucher zu schaffen.
Dies vorausgeschickt, möge die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschließen:
- Die Bezirksamtsleitung möge sich bei der zuständigen Behörde dafür einsetzen, dass das Entenwerder Fährhaus unter Denkmalschutz gestellt wird.
- Sollte eine Aufnahme in die Liste für Denkmäler nicht möglich sein, so soll das Entenwerder Fahrhaus aufgrund seiner kulturhistorischen Bedeutung trotzdem erhalten bleiben. Ein Abriss muss klar ausgeschlossen werden.
- Über das Ergebnis ist dem Ausschuss für Management des öffentlichen Raums bzw. der Bezirksversammlung Bericht zu erstatten.

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