Finanzielle Unterstützung beim Umbau für die neuen Räumlichkeiten des Opernloft

In der Kombination von Musik und Schauspiel spricht Oper den ganzen Menschen an – Intellekt und Emotion. Die Vorteile der musikalischen Bildung für die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten sind hinlänglich bekannt. Das Opernloft betreibt Basisarbeit. Hier werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in legerer, entspannter Atmosphäre an Oper herangeführt. Sie lernen Oper in kompakter Form – in 60 bis 90 Minuten – kennen. Insofern ist das Opernloft eine Vorschule der Oper. Das Team vom Opernloft leistet eine Bildungsarbeit, die von der Hamburgischen Staatsoper in diesem Umfang und in dieser Regelmäßigkeit nicht geleistet wird. Es schließt hier eine offensichtliche Lücke. Davon zeugen auch einige Auszeichnungen: Das Opernloft ist „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“. Und bereits zweimal wurden Künstler des Opernlofts mit dem Rolf-Mares-Preis geehrt.

Mit seinen Produktionen für Zuschauer ab 3 Jahren werden pro Jahr fast 10 000 Kinder und mit einer Electr’Opera in einem Vorstellungsblock etwa 900 Jugendliche, die größtenteils zuvor nie im Theater waren erreicht. Bei der Electr’Opera „Romeo reloaded“ standen neben den jungen Opernsängern außerdem 30 Jugendliche auf der Bühne, die aus 16 Nationen stammten. Musik als Integration.

Geleitet wird das Opernloft von der Opernsängerin und Musikpädagogin Yvonne Bernbom (Geschäftsführung), der Opernsängerin, Regisseurin und Kulturmanagerin Inken Rahardt (Künstlerische Leitung) sowie der Autorin und Journalistin Susann Oberacker (Leitung Dramaturgie).

Susanne Kielgast

Susanne Kielgast

2007 wurde das Opernloft im dritten Stock der Conventstraße eröffnet. Doch der rasch zunehmende Publikumsverkehr überforderte den Vermieter ebenso wie die Nachbarn. Vor allem durchs Treppenhaus tobende und singende Kinder wurden als störend empfunden. Dem Opernloft wurde der Auszug nahe gelegt – andernfalls drohte die Kündigung. Nach langem Suchen hat das Opernloft in Hamburg-Mitte einen neuen Raum gefunden – in der ehemaligen Druckerei von Axel Springer. Hier wird das neue Opernloft, begünstigt durch die zentrale Lage, verstärkt Einsteiger-Opern machen. Es bestehen gute Kontakte zu Schulen und Kitas im direkten Einzugsbereich - im Bezirk Mitte - die weiter ausgebaut werden. Durch die Kooperation mit „Ein Herz für Kinder“ wird auch Kindern aus finanziell schwachen Familien, eben durch die Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas, ein Besuch im Opernloft ermöglicht.

Die Kosten für den notwendigen Umbau der Räumlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 300.000 €.

Kostenvoranschläge können vorgelegt werden. Nach zugesagten und bereits bewilligten Mitteln besteht noch eine Deckungslücke für den Umbau von 70.000,- €..

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte möge beschließen:

Aus dem Förderfonds des Bezirkes für Investitionen (Titel 1211.791.08) werden 70.000 € für den Umbau der Räumlichkeiten, im Axel-Springer-Haus, dem Opernloft zur Verfügung gestellt.

  1. Laureen Lamm meint:

    Sehr geehrte Frau Kilgast, sehr geehrte Fraktion Hamburg Mitte,

    ich selbst war schon einmal im Opernloft in Eilbek und finde es eine absolute Schande, dass es in unserer heutigen Zeit überhaupt möglich ist, dass eine inzwischen so bedeutende Kulturstätte auf Grund von singenden und kreischenden Kindern geschlossen werden soll! Umso mehr hoffe ich, dass das Opernloft in seiner neuen Spielstätte mehr Glück hat. Die machen einfach tolle Arbeit und die muss unterstützt werden. Mit freundlichen Grüßen, L. Lamm

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