13. Oktober 2017

Finanzierung von Grünachsen und Parks

in Hamburg-Mitte

„Unsere Grünachsen und Parks sind der Schlüssel für einen attraktiven und lebenswerten Bezirk Hamburg-Mitte. Hier lohnt es sich zu investieren und grüne Oasen Mitten in der Stadt entstehen zu lassen. Die SPD unterstützt diese Entwicklung mit Nachdruck!“ 

(Dr. Arik Willner , Fraktionsvorsitzender der SPD Bezirktsfraktion Hamburg-Mitte)


Die Bezirksversammlung Hamburg Mitte beschließt heute mit den Stimmen der SPD Fraktion folgende Einzelzuweisungen für das Haushaltsjahr 2019/2020 und den Finanzplan 2018 – 2022. Die einzelnen Maßnahmen werden im Folgenden beschrieben:

 

Hochwasserbassin (Gesamtkosten 8 Mio. €)

Der Siegerentwurf des Ideenwettbewerbs für den Grünzug wurde in 2011 zu einem Masterplan weiter entwickelt. Die Gesamtfläche des Grünzuges inkl. Sportflächen und Künstlerviertel beträgt ca. 100.000 m². Diese beinhalten neben den landschaftsplanerischen Maßnahmen und dem Brückenbau über die Bille auch die in Teilen erforderliche Verlagerung / Erneuerung der Sportflächen. Die Kosten hierfür werden auf 8.000.000,00 € geschätzt.

 

Lohmühlen-Grünzug (Gesamtkosten 2,2 Mio. €)

Nachdem der nördliche Teil des Lohmühlen-Grünzuges (1. Bauabschnitt) bereits 2003 hergerichtet wurde, soll nun die Realisierung des 2. Bauabschnitts zwischen Brennerstraße und der Straße Beim Strohhause folgen. Innerhalb des 2. BA werden derzeit die bereits finanziell abgesicherten Teilbereiche 1a, 1b und 2 hergestellt. Ziel ist, den noch fehlenden Teilbereich 3 unmittelbar anschließend ab 2019 zu

realisieren. Der Lohmühlengrünzug hat nicht nur eine örtliche sondern auch gesamtstädtische Bedeutung, da er einen wichtigen Teil des Alster-Bille-Elbe Grünzuges darstellt. Der 2. BA hat außerdem noch eine besondere Bedeutung, da er in weiten Teilen (gleichzeitig) auch als Hochschul-Campus für die HAW genutzt werden soll. Neben der abschließenden Realisierung des 2. BA möchte M/MR die bereits 2003 hergestellten Flächen des 1. BA revitalisieren, da

die hoch frequentierten Freizeitflächen bereits starke Abnutzungsspuren zeigen und eine Sanierung in Teilbereichen wie u. a. auch der Kunststoffspielfelder dringend erforderlich ist. Für die Fertigstellung des Lohmühlen-Grünzuges einschließlich der Revitalisierungsmaßnahmen im 1. BA werden somit noch insgesamt 2.250.000,00 € benötigt.

 

Elbpark Entenwerder (Gesamtkosten 3,9 Mio. €)

Die Nutzung der Parkanlage ist trotz attraktiver Lage und großem Flächenpotential recht gering. Ein Gutachten mit verschiedenen Varianten zur Aufwertung des Elbparks Entenwerder liegt vor. Insbesondere von politischer Seite besteht das Bestreben, die Anlage möglichst zeitnah deutlich aufzuwerten. Des Weiteren besteht ein hoher Sanierungsaufwand für die sogenannte Ladestraße inkl. Kaimauer, die aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit bereits gesperrt werden musste. Der Elbpark Entenwerder hat eine Gesamtgröße von ca. 16 ha. Der Mittelbedarf wird auf ca. 3.900.000,00 € geschätzt.

 

Öffentliche Freiräume Mümmelmannsberg (Gesamtkosten 4 Mio. €) 

Von Seiten der privaten Wohnungswirtschaft (insbesondere SAGA / GWG) werden derzeit erhebliche Anstrengungen unternommen die Wohnqualität im Stadtteil Mümmelmannsberg durch diverse Umgestaltungs- und Sanierungsmaßnahmen aufzuwerten. Die öffentlichen Freiräume sind in dem bestehenden

Entwicklungskonzept zwar als wichtige wohnungsnahe Freiräume berücksichtigt, eine Finanzierung dringend notwendiger Sanierungs- und Aufwertungsmaßnahmen wird aber von den privaten Wohnungsbaugesellschaften wegen der ohnehin schon hohen Eigenbelastungen abgelehnt. Da sich die öffentlichen Grünflächen, wie insbesondere die Spielflächen, in der Tat schon seit Jahren in einem sehr desolaten Zustand befinden, ist es aus Sicht vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes dringend notwendig, hier insbesondere auch in Verbindung mit dem privaten Engagement nachhaltige Aufwertungs- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Der für die öffentlichen Grünanlagen und Spielplätze diesbezüglich notwendige Mittelbedarf wird auf ca. 4.000.000,00 € geschätzt.

 

Wilhelmsburger Inselpark ( Gesamtkosten 5 Mio. €)

Bereits zur Gartenschau im Jahr 2013 wurde zu Beginn der Planungsphase im Jahr 2007 mit einer Planvariante Gartenschau ohne Wilhelmsburger Reichsstraße (WRB) gearbeitet. Nun ist es soweit, die Umbauarbeiten zur Verlegung der WRB an die östlich gelegene Bahntrasse sind in vollem Gange. Der Verkehr soll voraussichtlich Ende des Jahres 2019 oder zu Beginn 2020 umgelegt werden. Derzeit sind die beiden Parkteile nur durch eine ursprünglich zur Gartenschau provisorisch errichtete Brücke miteinander verbunden. Bei der Zusammenlegung der beiden Parkteile sollen insbesondere bereits im Gesamtwegesystem angedachte Wegeverbindungen geschlossen werden, ein kombinierter Geh- und Radweg von Nord nach Süd führen und die Gewässerstrukturen miteinander verbunden werden. In den Kosten sind sowohl zwei notwendige Brücken für die Nord-Süd- Verbindung enthalten, als auch eine Beleuchtung für diesen zentralen Weg. Außerdem eine weitere WC-Anlage zentral im Park in der Nähe der Spielplätze Windflüchter und Wüstenwellen. Der notwendige Mittelbedarf wird auf ca. 5.000.000,00 € geschätzt.

 

Grünanlage Hein-Saß Weg / Rüschpark Finkenwerder (1,2 Mio.€)

Mit der Fertigstellung des Zentrums für Angewandte Luftfahrttechnik (ZAL) ergibt sich nunmehr die Möglichkeit und Notwendigkeit, die benachbarte Fläche, die ursprünglich für den Neubau vorgesehen war, als Grün- und Erholungsanlage herzurichten.

 

 

Für Rückfragen:

 

Arik Willner               0173 88 5 34 80

 

(SPD Fraktionsvorsitzender Bezirksfraktion Hamburg-Mitte)