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Genossenschaftliches Wohnen am Elisabethgehölz - stadtbildprägende Bauten erhalten!
Die Bilder werden uns freundlicherweise von der Initiative "Rettet Elisa!" bereitgestellt.
Die Mieter am Elisabethgehölz, im Curtiusweg und im Chapeaurougeweg müssen um ihr derzeitiges Zuhause fürchten: Der Vorstand der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft (vhw) möchte die 90 Jahre alte Wohnanlage abreißen. Die dortigen Backsteinbauten aus der Fritz-Schumacher-Ära wurden viele Jahre nicht saniert oder modernisiert. Der vhw schwebt ein Neubau mit 120 Wohnungen und einem veranschlagten Mietpreis von 11,50 Euro pro Quadratmeter vor. Heute zahlen die Mieter für die Wohnungen 4,45 Euro pro Quadratmeter.
Die Fassaden der betreffenden Häuser bilden im Bezirk Hamburg-Mitte ein wesentliches stadtbildprägendes Element. Die genossenschaftlichen Mietwohnungen sind ein wichtiger Standort bezahlbaren Wohnraums in Hamm. In der Initiative „Rettet Elisa“ haben sich die Mieter der betreffenden Wohnungen in Hamm zusammengeschlossen, um auf die Missstände und den Konflikt mit der vhw aufmerksam zu machen. Sie kämpfen für den Erhalt ihrer Wohnungen.
Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte positioniert sich ganz klar: Die Vernichtung bezahlbaren Wohnraums ist grundsätzlich nicht im Sinne des „Vertrags für Hamburg“ und auch nicht im Sinne des „Bündnisses für Wohnen in Hamburg“, wie es auch in einem interfraktionell eingebrachten und beschlossenen Antrag im Hauptausschuss der Bezirksversammlung heißt. Bezahlbarer Wohnraum muss erhalten oder in geeigneter Weise ersetzt werden, solange es technisch und wirtschaftlich möglich ist. Fraktionsübergreifend wurde zusammen mit dem Bezirksamt Kontakt zur vhw hergestellt, um gemeinsam nach anderen Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Dieser Tage laufen die Gespräche auf Hochtouren. Sicher ist, dass die Politik hier nur beratende Funktion einnehmen darf und kann. Es handelt sich eben nicht um städtisches Wohnen.
Auch grundsätzlich muss sich darüber Gedanken gemacht werden, wie mit den 50er und 60er Jahre-Bauten gerade in unseren Wohnstadtteilen Horn, Hamm und Borgfelde zukünftig umgegangen wird. Deren Bausubstanz verschlechtert sich ohne entsprechende Sanierung zusehends.Hierfür müssen für alle Seiten (Eigentümer und Mieter) sinnvolle Lösungen und Verfahren gefunden werden. Im Zusammenspiel mit den gesetzlich geforderten energetischen Sanierungen kommt dieser Tage vieles in Bewegung und muss diskutiert werden.
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Alte Rindermarkthalle - Zwischennutzung
Für die seit letztem Jahr leerstehende Alte Rindermarkthalle steht seit September 2011 eine Zwischennutzung fest. Edeka Nord wird Mieterin der Halle. Mit einem überzeugenden Gesamtkonzept rund um die Lebensmittelnahversorgung wird dort nun weiter geplant. Ziel ist es, möglichst schnell die Tore zu öffnen. Neben Edeka wird es dort einen Aldi-Markt und eine Budnikowski-Filiale geben. Zentraler Ort wird eine ca. 4000 Quadratmeter große Markthalle sein. Lebensmittel in allen Preisklassen sollen dort angeboten werden. Neben all dem, wird auch viel Raum geben für eine sozio-kulurelle Nutzung. Initiativen und Projekte aus den anliegenden Stadtteilen sollen in der oberen Etage Raum gegeben werden, für ihre Arbeit. Edeka betonte hierzu, dass dieses mehr oder weniger zum Selbstkostenpreis realisiert werden soll.
Lesen Sie hierzu auch unsere Pressemitteilung.
Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hatte sich schnell nach Bekanntwerden der Nichtverlängerung des Mietvertrages des Vormieters auf ein Verfahren geeinigt. Für die Zeit nach der Zwischennutzung wird mit Ruhe für den Stadtteil St.Pauli eine Beplanung in Zusammenarbeit mit den Anwohnerinnen und Anwohnern entwickelt werden.
"Esso-Häuser" – Kult oder Wohnen für alle auf dem Kiez!?
Abriss und Neubau oder Erhalt der 'Esso-Häuser' bei völliger Sanierung? Das gilt es, in nächster Zukunft zu entscheiden. Die Meinungen gehen auseinander, die Argumente liegen auf dem Tisch.
Dieses Bauvorhaben ist, wie so viele im innerstädtischen Bereich, kontrovers diskutiert und hoch umstritten.
Wir treten mit unserem Wahlversprechen an, Wohnungen zu bauen. Das Areal rund um die jetzige Esso-Tankstelle böte Platz für diese Möglichkeit. Die Bestandsgebäude sind in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Daher stellt sich die Frage, ob Abriss und Neubau oder Kernsanierung.
Durch einen Neubau könnten auf St.Pauli so viele sozialgeförderte Wohnungen entstehen, wie sonst nirgends. Andere Miet- und Eigentumswohnungen fänden dort Platz. Der Wohnanteil könnte merklich gesteigert werden. Auch für die kulturelle Nutzung zum Spielbudenplatz hin könnte viel entwickelt werden. Über allem stünde der Schutz der jetzigen Mieterschaft. Ein bevorzugtes Rückkehrrecht aller derzeitigen Mieter ist zwingende Voraussetzung.
Auf der anderen Seite wohnen dort Menschen zum Teil seit mehr als 40 Jahren. Mit ihnen gemeinsam muss eine gute und behutsame Lösung gefunden werden - egal ob Sanierung oder Neubau.
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