18. Dezember 2015

Flüchtlinge in die HafenCity?

Bezirk prüft Unterbringung

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat sich in ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr auf Antrag der SPD Fraktion für eine Unterbringung von Flüchtlingen in der HafenCity ausgesprochen.

"Eine Unterbringung in der HafenCity ist uns ein Anliegen, da dieser Stadtteil international bekannt ist und sich durch seine heterogene Bewohnerstruktur auszeichnet" sagt Arik Willner (33), SPD Abgeordneter für die HafenCity und die Innenstadt.

Mit dem Baubeginn der „östlichen HafenCity“ werden soziale, geförderte Wohnungen entstehen, die breite Teile der Bevölkerung ansprechen. Hierbei sollen auch Wohnungen für Flüchtlinge Berücksichtigung finden. Es wird nun geprüft, welche Flächen in der HafenCity sich für eine öffentlich-rechtliche Unterbringung mit der Perspektive „Wohnen“ eignen. 

Der Senat sucht in der Hansestadt in jedem Bezirk Flächen für die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen. Dies bedeutet, dass die Flächen auf lange Sicht planungsrechtlich für das Wohnen gekennzeichnet werden und gemischte Quartiere entstehen können. Der Wohnungsbau für Flüchtlinge ist ein nachhaltiges Signal, um die Integration sicherzustellen. Es wurde nach Flächen gesucht, die mindestens acht Hektar groß sind. In Hamburg-Mitte konnte eine solche Fläche in Billstedt identifiziert werden. Hier sollen Flächen rund um den Öjendorfer Park genutzt werden, um die Wohnbebauung für Flüchtlinge in eine vorhandene Bebauung und Sozialstruktur zu integrieren. Langfristig werden auch die zunächst für Flüchtlinge bereitgestellten Wohnungen in den allgemeinen Wohnungsmarkt übergehen. Die Entwicklung dieser Flächen geht gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort voran. 

Falko Droßmann (42), SPD-Fraktionsvorsitzender „Die Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtteilen im Innenstadtbereich wollen einen Beitrag zur Integration leisten und können das auch. Durch eine Unterbringung von Flüchtlingen kann die HafenCity ihr Image verändern und eine Bereicherung der Kultur erleben. Wir hoffen, dass die Prüfung Flächen hervorbringt, die man wirklich gut und nachhaltig entwickeln kann.“