06. Januar 2016

Förderung von Al-Nour e.V.

Aus dem Flüchtlingsfonds

Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat auf Antrag der SPD Fraktion beschlossen, den Verein Al-Nour e.V. mit 9.600 € aus dem Flüchtlingsfonds zu unterstützen.

Das islamische Zentrum Al-Nour e.V., bekannt als Al-Nour Moschee, wurde 1993 gegründet und ist seitdem in St. Georg zu Hause.

Der Verein verfügt über eine große kulturelle Vielfalt seiner aus über 30 Nationen stammenden Besucher und Gläubigen. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen Araber aus dem Nahen Osten und Nordafrika, Schwarzafrikaner, Asiaten von Afghanistan und Indonesien und auch Deutsche.

Seit über drei Monaten hat der Verein die Türen der Moschee für die täglich neu am Hauptbahnhof ankommenden Flüchtlinge geöffnet.  Flüchtlinge auf dem Weg nach Nord-Europa wollen sich in Hamburg nicht registrieren lassen. Daraus ergibt sich eine schwierige Rechtslage, in der die Al-Nour Gemeinde es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen Beitrag zu leisten, um die Not der Menschen zu lindern.

Täglich kommen 200-500 Flüchtlinge mit den letzten Zügen am Hauptbahnhof an und müssen die Nacht in Hamburg verbringen, bevor sie am nächsten Tag weiterreisen. Die Al-Nour Gemeinde übernimmt vor allem die Versorgung der Flüchtlinge mit Essen und dem Nötigsten für die Nacht. Auch Bekleidung wird besorgt und verteilt. In den Räumlichkeiten des Vereins können die Menschen sich für die Nacht von Fluchtstrapazen erholen und waschen. Auch eine Beratung und Seelsorge wird angeboten. Diese Hilfe verursacht für den Verein hohe Kosten, die nicht alle abgedeckt werden können. Der ehrenamtliche Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden. Damit die Hilfe auch weiterhin geleistet werden kann, stellt die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte aus den Mitteln des Flüchtlingsfonds insgesamt 9.600 € zur Verfügung. Diese werden für Schaumstoffmatten zum Schlafen sowie für warme Speisen verwendet.

Dr. Arik Willner (34), stellvertretender Vorsitzender der SPD Fraktion dazu: „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir den Verein unterstützen. Der Flüchtlingsfonds wurde für genau solche Zwecke eingerichtet. Die Arbeit des Vereins ist notwendig, da die durchreisenden Flüchtlinge in einer rechtlichen Grauzone ankommen. Gerade bei den aktuellen Temperaturen ist es wichtig, dass die ankommenden Menschen eine warme Speise und eine Unterkunft erhalten. Wir danken allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die dies möglich machen.“