08. Juli 2016

Vertrag für Hamburg

Neuauflage im Bezirk Mitte beschlossen

Am Dienstag hat die Bezirksversammlung dem vom Senat neu vorgelegten Vertrag für Hamburg mit breiter Mehrheit zugestimmt und dem Vorsitzenden der Bezirksversammlung, Dirk Sielmann (SPD), und dem Bezirksamtsleiter, Falko Droßmann (SPD), das Votum für ihre Unterschriften in dem Vertrag für Hamburg gegeben.

Ziel des Vertrages ist es jährlich 10.000 Wohnungen in Hamburg zu genehmigen. Wir in Hamburg-Mitte haben uns verpflichtet pro Jahr Genehmigungen für 1400 Wohnungen zu erteilen. Das sind 650 Wohnungen mehr als im Vertrag für Hamburg von 2011. 

Der Senat wird durch die Ausweitung der öffentlichen Förderung auf 3.000 Wohnungen pro Jahr die Rahmenbedingungen für diesen Wohnungsneubau verbessern. Dabei soll die kommunale SAGA GWG ihre Bautätigkeit um weitere 1.000 Wohnungen auf 2.000 Wohnungen, über alle Bezirke verteilt, ausbauen. Neben dem geförderten Wohnungsbau sollen auch verstärkt Typsierungen und Standardisierungen umgesetzt werden. Bei Typgenehmigungen werden identische Pläne einfach mehrmals in der Stadt gebaut. Dadurch reduzieren sich die Planungs- und Baukosten und es wird viel Zeit bei der Genehmigung gespart. Ähnlich wie bei Fertighäusern für Eigenheime.

Aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Wohnungen wird berücksichtigt. So bleiben die energetischen Standards erhalten und es wird einen Ausgleich für bebaute Grünflächen geben. Dieser finanzielle Ausgleichsmechanismus ermöglicht Investitionen in das beliebte und wichtige „Grün“ der Stadt. 

„Der Vertrag für Hamburg ist ein wichtiger Impuls für den Wohnungsbau in der Stadt. Nur gemeinsam mit Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Bevölkerung und Politik kann die hohe Nachfrage an Wohnungen gelöst werden. Dabei ist es sehr gut, dass wir mit der Typisierung neue Wege gehen und auch die wichtigen Grünflächen weiter qualifiziert werden,“ so Arik Willner, Fraktionsvorsitzender der SPD.

 In der kommenden Woche wird in Hamburg Mitte das bezirkliche Wohnungsbauprogram vorgestellt. In diesem Programm sind alle Potenzialflächen für den Wohnungsbau im Bezirk Mitte enthalten. Gemeinsam mit den Investoren und Eigentümern wollen wir diese Flächen entwickeln. „ Uns ist wichtig, dass die Verfahren für die Bauherren schnell gehen. Aber die Qualität vor Ort darf nicht leiden. Wir müssen gemeinsam das maximal Mögliche für den jeweiligen Standort herausholen und wo nötig Planrecht schaffen,“ so Tobias Piekatz, stadtplanungspolitischer Sprecher der SPD.

Bei dem ganzen Druck auf den Wohnungsmarkt werden wir aber auch unsere fortschrittlichen Prozesse in der Bürgerinformation und –beteiligung nicht vernachlässigen. Hamburg-Mitte war stets Vorreiter in der Einbindung der Bevölkerung vor Ort. Nur mit allen Beteiligten zusammen können tragfähige Konzepte entstehen und zügige Verfahren in einer bunten und dichten Stadt umgesetzt werden.