08. Oktober 2018

Reeperbahn neugestalten

westlichen Abschnitt sanieren

„Die Reeperbahn ist eine der bekanntesten Straßen Deutschlands, Wahrzeichen Hamburgs und hat es verdient, ein einheitliches Bild abzugeben. Alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Besucherinnen und Besucher sollen sich an jeder Ecke wohlfühlen und dazu gehört in meinen Augen auch, dass die Gehwege überall barrierefrei zu passieren sind. Daher freue ich mich, wenn wir als rot-grüne Koalition mit diesem Antrag den Anstoß geben, um über eine Sanierung der Reeperbahn West ins Gespräch zu kommen und prüfen zu lassen, inwiefern man hier Verbesserung erzielen kann.“ Sabrina Hirche, regionale Abgeordnete der SPD Hamburg-Mitte von St.Pauli

 

Zum Hintergrund der Antrag für den Hauptausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte zum 09.10.18:

 

Hamburg allgemein und Sankt Pauli im Besonderen erfreuen sich seit Jahren steigender Beliebtheit und einer hohen Zahl an Besucherinnen und Besuchern. Die Reeperbahn, Hamburgs berühmteste Straße, wirkt dabei als Aushängeschild und de facto Hauptstraße Sankt Paulis als zentraler Anziehungsort. Gleichzeitig ist die Reeperbahn als vierspurige Wegeverbindung zwischen der Hamburger Innenstadt und dem südlichen Teil der Altonaer Altstadt wichtiger Bestandteil der verkehrlichen Anbindung des Hamburger Westens.

Um ihrer Bedeutung auch in Zukunft gerecht zu werden, ist eine Neugestaltung der Reeperbahn, insbesondere im westlichen Abschnitt erforderlich. Nach der erfolgreichen Umgestaltung des Abschnitts zwischen der Kreuzung Reeperbahn / Davidstraße / Hein Hoyer Straße und dem Millerntorplatz zeigt sich die Reeperbahn heute von zwei Gesichtern: Im Ostteil wurden Gehwege verbreitert, seitliche Wegebuchten entfernt und zwischen den Fahrbahnen ein erhöhter und bepflanzter Mittelstreifen errichtet. Im Westteil hingegen bewirken enge teils marode Gehwege und eine quasi sechsspurige Nutzung durch motorisierten Verkehr zwischen Davidwache und Nobistor eine deutlich geringere Aufenthaltsqualität. Insbesondere zu Stoßzeiten an den Wochenenden und im Zuge der inzwischen deutlich vermehrt stattfindenden Großveranstaltungen stößt die derzeitige Kapazität der Gehwege an ihre Grenzen.

Daneben verfügt die Reeperbahn auf fast der ganzen Länge bislang über keinerlei Radverkehrsanlagen. Mit Blick auf die steigende Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer auch auf der Reeperbahn besteht hier Handlungsbedarf. So kam es in jüngerer Zeit vermehrt zu Nutzungskonflikten sowohl mit dem KfZ- als auch mit dem Fußverkehr.

In diesem Zusammenhang sind das Gestaltungs- und Verkehrskonzept der Reeperbahn insgesamt zu bewerten und an heutige und zukünftige Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner, der Gewerbetreibenden und der Besucherinnen und Besucher anzupassen.

Den Antragstellern ist bewusst, dass unter den gegebenen baulichen und verkehrlichen Randbedingungen durchgreifende Verbesserungen für den Fahrradverkehr nur durch eine umfassende Planung mit einem hohen finanziellen Aufwand zu erreichen sein werden. Ohne dieses Ziel jedoch aus den Augen zu verlieren, sollten erste Verbesserungen möglichst bald in Angriff genommen werden.