23. Mai 2019

St. Georg: Regenbogenstreifen

Am 24.05.2019 um 14.00 Uhr wird an der Danziger Straße, Ecke Rostocker Straße die erste Regenbogenmarkierung eingeweiht.

Der Hintergrund: Im Januar 2019 wurden an verschiedenen Stellen in St. Georg Zebrastreifen entfernt. Dagegen setzen sich die Anwohner zur Wehr, denn die Zebrastreifen liegen allesamt in einem Gebiet, das für viele Kinder der tägliche Weg ist. In unmittelbarer Nähe befinden sich vier Kitas und fünf Schulen.

„Anfang Februar wandten sich diverse Nachbarn mit der Bitte an mich, für die Wiedereinsetzung der Zebrastreifen zu sorgen. Mit unserem Antrag im Hauptausschuss konnten wir alle Fraktionen als Unterstützer für die Herstellung der Zebrastreifen gewinnen.“, erklärt Oliver Sträter, Bezirksabgeordneter und parlamentarischer Geschäftsführer der SPD Faktion in Hamburg-Mitte.

Problem: Auf Basis der aktuellen gesetzlichen Lage kann man nicht ohne weiteres die Zebrastreifen wiederherstellen.
Grundlage für die Anordnung zur Entfernung war die seit 2001 bundesweit gültige Richtlinie R-FGÜ, die besagt, dass in Tempo-30-Zonen Fußgängerüberwege regelhaft entbehrlich sind. Aus diesem Grund wurden die erneuerungsbedürftigen Verkehrszeichen nicht instandgesetzt, sondern sie entfielen.

„An dieser Stelle kann ich der Verwaltung nur ausdrücklich danken: Die Idee zu den Regenbogen-Markierungen kam von Bezirksamtsleiter Falko Droßmann selbst und auch die Geschwindigkeit, in der sie umgesetzt wurde, ist seinem Einsatz zu verdanken.“, führt Sträter aus.

„Diese kreative Form der Markierung von Überwegen, die besonders für die Kinder des Viertels wichtig sind, passt gut zum Stadtteil.“, findet auch Tobias Piekatz, Fraktionsvorsitzender der SPD Faktion in Hamburg-Mitte. „Die Regenbogensymbolik ist hier an der Tagesordnung - steht sie doch auch für Toleranz und Respekt, in diesem Fall gegenüber allen Verkehrsteilnehmern. Ich freue mich über diese schnelle, unbürokratische Lösung, um in einer Tempo-30-Zone die Sicherheit für Fußgänger wiederherzustellen.“