15. August 2013

Esso-Häuser:

Chancen für St. Pauli nutzen – Gefördertes Wohnen auf das Gelände bringen!

Nach der gestrigen öffentlichen Vorstellung des Gutachtens vom Architekturbüro D+R ist eines ganz klar, die Bewohnbarkeit der Esso-Häuser ist nur noch bis Juli nächsten Jahres gegeben. Die Standsicherheit lässt ein längeres Verbleiben der Mieterinnen und Mieter nicht zu.

Es wird daher Zeit nun intensiv die bestmögliche Lösung für St. Pauli zu planen. Zusammen mit dem Stadtteil wollen wir das Areal entwickeln.

"Wichtig ist für uns, geförderten Wohnungsbau auf die Fläche am Spielbudenplatz zu realisieren. Wir brauchen  bezahlbaren Wohnraum mit guter Bausubstanz auf St. Pauli. An keiner anderen Stelle auf dem Kiez haben wir die Chance, den in so großer Fläche entstehen zu lassen. Da müssen wir jetzt ran und mit dem Eigentümer Vereinbarungen treffen", stellt Henriette von Enckevort (32), baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion klar.

Fraktionen und Bezirksamt werden nun mit dem Eigentümer, der Bayerischen Hausbau  rasch in Gespräche eintreten, um die zukünftige Entwicklung des Areals abzustimmen.

"Bereits Anfang des Jahres hat die Bezirksversammlung einstimmig unseren Antrag zu den Esso-Häusern beschlossen. Schon da hatten wir für den Fall eines Abrisses den politischen Rahmen für eine Neubeplanung der Fläche gesetzt. Daran halten wir weiterhin fest", betont Erkan Sahin (31), St. Paulianer SPD-Abgeordneter.

Die Forderungen lauten:

  • Neue öffentlich geförderte Sozialwohnungen mit langjähriger Mietpreisbindung im Umfang der heutigen Wohnbebeauung (1. Förderweg)
  • Wenn der Anteil der Wohnungen im 1. Förderweg unter 50% des gesamtumfangs neu geschaffener Wohnungenliegt, ein zusätzlicher Anteil an Wohnungen im sog. 2. Förderweg
  • Bei den freifinanzierten Mietwohnungen überwiegend kleine Wohnungszuschnitte, damit auch hier die Gesamtmiete für Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar bleibt.
  • Die jetzigen Mieterinnen und Mieter brauchen ein unbedingtes Rückkehrrecht zu stabilen Mietkonditionen und eine bezahlbare Ersatzwohnung während der Bauzeit
  • Alle Gewerbetreibenden erhalten ein Rückkehrrecht
  • Das „Molotow“ erhält eine verbindliche Bestandsgarantie, ein Rückkehrrecht zu gleichbleibenden Konditionen, keine oder die kürzest mögliche Schließungszeit und eine für das Molotow wirtschaftlich tragfähige Lösung während der Bauzeit (Entschädigung, Ersatzfläche, Umzugskosten etc.)
  • Für die Dauer der Bauzeit wird mit allen Gewerbetreibenden Lösungen für Ausweichflächen, wirtschaftliche Kompensation etc. gesucht.