19. Juni 2015

Neuwerk

ist etwas besonderes

Am 16. Juni 2015 hatten Vertreter aller Fraktionen in der Bezirksversammlung Gelegenheit, gemeinsam mit dem Bezirksamtsleiter die Insel Neuwerk zu besuchen und sich über die Anliegen und Nöte der Inselbewohner zu informieren.

Aus unserem Besuch hat sich ergeben, dass die Insel Neuwerk ist ein ganz besonderer Teil Hamburg-Mittes. Sie ist Teil des Nationalparks Wattenmeer und zu erreichen nach etwa vierstündiger Anfahrt über Cuxhaven mit der Fähre oder dem Wattwagen. Dünn besiedelt wie sie ist, bietet sie einen herrlichen Naturgenuss und lebt heute vom Tourismus. Auf der Insel leben derzeit ca. 30 Menschen.

Aktuelle Probleme, auf die wir von den Neuwerkern hingewiesen wurden sind unter anderem eine akute Gefährdung der Standfestigkeit der Spundwand zum Hochwasserschutz auf etwa 500 Metern, mittelfristig sind jedoch umfassendere Erneuerungsarbeiten nötig. Weiterhin stellen der Umgang mit entstehendem Biomüll sowie der fehlende Nutzen der Kultur- und Tourismustaxe Probleme für die Insulaner dar. Fehlender Wohnraum, insbesondere für die Kindertagesbetreuerin umtreibt die Bewohner ebenso wie die Baufälligkeit des sogenannten Badehauses, das beispielsweise viel von Schulklassen genutzt wird.

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat am gestrigen Donnerstag beschlossen, dass das Bezirksamt die Probleme angeht und mit den verschiedenen betroffenen Stellen zusammenzuarbeit, damit in gemeinsamen Gesprächen Lösungen erarbeitet werden können.  Noch vor der Sommerpause soll ein Besuch des Ersten Bürgermeisters auf Neuwerk stattfinden, außerdem soll es Gespräche mit Vertretern der bisherigen BSU geben.

Dr. Kerstin Gröhn (31), stellvertretende Fraktionsvorsitzende dazu: "Die Insel Neuwerk ist ein ganz besonderer Teil der Stadt Hamburg, dessen Erhaltung und Förderung allen am Herzen liegen sollte. Ebenso besonders sind für einen Großstadt-Politiker manche Problemlagen, mit denen die Bewohner konfrontiert sind. Bei vielem, was die Neuwerker berichteten, war mein Eindruck aber, dass Lösungen eigentlich erreichbar seien müssen. Die Hauptaufgabe, die der Bezirk hier übernehmen kann, ist die wesentlichen Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und ein Denken außerhalb der Großstadt-Bahnen anzustoßen."

 

Für Rückragen:

Dr. Kerstin Gröhn: 0176-246 04 789